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Psychotherapeutische

Schwerpunkte

In meiner Praxis für Psychotherapie begleite ich Erwachsene, Jugendliche und Kinder bei unterschiedlichen psychischen Belastungen, persönlichen Herausforderungen und Veränderungsprozessen.

 

Manchmal sind es konkrete Beschwerden, die Menschen in eine Psychotherapie führen. Manchmal ist es eher das Gefühl, festzustecken, immer wieder an ähnliche Grenzen zu stoßen oder mit bestimmten Lebenssituationen nicht mehr zufrieden zu sein.

 

Als systemischer Psychotherapeut betrachte ich Schwierigkeiten nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit persönlichen Erfahrungen, Beziehungen, Lebensumständen und individuellen Stärken.

Im Folgenden finden Sie einige Themen, mit denen Menschen zu mir in Psychotherapie kommen.

ADHS | Autismus

ADHS im Erwachsenenalter

 

ADHS betrifft weit mehr als Aufmerksamkeit und Konzentration. Schwierigkeiten mit Selbstorganisation, Aufschieben, emotionaler Regulation oder einem hohen inneren Anspruch können den Alltag, die Arbeit und Beziehungen belasten.

 

In der Psychotherapie geht es darum, die eigenen Muster besser zu verstehen, einen hilfreichen Umgang mit Herausforderungen zu entwickeln und persönliche Stärken bewusster zu nutzen. Dabei berücksichtige ich sowohl die Besonderheiten von ADHS als auch individuelle Erfahrungen und Lebensumstände.

 

Autismus im Erwachsenenalter

 

Autistische Menschen erleben ihre Umwelt häufig auf eine andere Weise. Soziale Erwartungen, unausgesprochene Regeln, sensorische Reize oder Veränderungen im Alltag können besondere Herausforderungen darstellen.

 

In meiner therapeutischen Arbeit stehen nicht die Anpassung an vermeintliche Normalität, sondern das Verständnis der eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Möglichkeiten im Vordergrund.

 

Themen können beispielsweise soziale Unsicherheit, Selbstakzeptanz, Überforderung, Beziehungen oder der Umgang mit einer späten Autismusdiagnose sein.

Angststörung

Angst ist grundsätzlich eine wichtige und sinnvolle menschliche Reaktion. Wenn sie jedoch zunehmend den Alltag bestimmt, Entscheidungen einschränkt oder zu Vermeidungsverhalten führt, kann sie sehr belastend werden.

 

In der Psychotherapie beschäftigen wir uns damit, wie Ängste entstehen, wodurch sie aufrechterhalten werden und welche Möglichkeiten es gibt, wieder mehr Sicherheit und Handlungsspielraum zu gewinnen.

 

Dabei geht es nicht darum, Angst vollständig zu beseitigen, sondern einen hilfreichen Umgang mit ihr zu entwickeln.

Depression und depressive Verstimmungen

​Depressive Beschwerden können sich sehr unterschiedlich zeigen: durch Niedergeschlagenheit, innere Leere, Antriebslosigkeit, Selbstzweifel oder das Gefühl, kaum noch Freude und Lebendigkeit zu erleben.

 

In der Psychotherapie können wir gemeinsam herausarbeiten, welche Belastungen, Erfahrungen und wiederkehrenden Muster eine Rolle spielen und welche Veränderungen möglich sind.

 

Neben dem Verständnis der eigenen Situation geht es auch darum, schrittweise wieder Zugang zu persönlichen Bedürfnissen, Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten zu finden.

Stress, Erschöpfung und Burnout

​Anhaltender Stress, hohe Erwartungen und das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen, können dazu führen, dass die eigenen Kräfte zunehmend schwinden.

 

Manchmal fällt es schwer, Grenzen wahrzunehmen oder sich Erholung zu erlauben. In anderen Fällen entsteht der Eindruck, trotz großer Anstrengung kaum etwas bewirken zu können.

 

In der Psychotherapie können wir uns mit persönlichen Belastungsmustern, inneren Antreibern, äußeren Anforderungen und Möglichkeiten zur Entlastung beschäftigen.

Selbstwert, Selbstkritik und Perfektionismus

​Viele Menschen stellen hohe Ansprüche an sich selbst und erleben das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Fehler werden besonders kritisch betrachtet, während eigene Leistungen und Erfolge wenig Beachtung finden.

 

Hinter diesen Mustern stehen häufig Erfahrungen, Überzeugungen und Strategien, die einmal hilfreich waren, heute jedoch belastend geworden sind.

 

Gemeinsam können wir erkunden, wie ein freundlicherer und zugleich realistischer Umgang mit sich selbst entstehen kann, ohne dabei persönliche Ziele und Ansprüche aufgeben zu müssen.

Beziehungen und zwischenmenschliche Schwierigkeiten

Beziehungen können eine wichtige Quelle von Nähe, Unterstützung und Zugehörigkeit sein. Gleichzeitig können sie mit Konflikten, Unsicherheiten, Enttäuschungen oder wiederkehrenden Missverständnissen verbunden sein.

 

In der Psychotherapie beschäftigen wir uns mit persönlichen Beziehungserfahrungen, Erwartungen und Kommunikationsmustern. Dabei geht es auch darum, eigene Bedürfnisse und Grenzen besser wahrzunehmen und neue Möglichkeiten im Umgang mit anderen Menschen zu entwickeln.

 

Auch die therapeutische Beziehung selbst kann Raum für neue Erfahrungen bieten. Gerade nach belastenden oder verletzenden Beziehungserfahrungen kann es hilfreich sein, Vertrauen, Nähe und persönliche Grenzen in einem geschützten Rahmen neu zu erkunden. Für manche Frauen kann dabei auch die Zusammenarbeit mit einem männlichen Therapeuten eine besondere Bedeutung haben.

Männer, Männlichkeit und Vaterschaft

Was bedeutet es heute, ein Mann zu sein? Zwischen traditionellen Rollenbildern, gesellschaftlichen Erwartungen und neuen Vorstellungen von Männlichkeit entstehen häufig Fragen und innere Widersprüche. Themen wie Stärke und Verletzlichkeit, Leistungsdruck, der Umgang mit Gefühlen oder Erwartungen an die eigene Rolle können dabei eine wichtige Bedeutung haben.

 

Auch die Vaterschaft – ob bevorstehend oder bereits gelebt – bringt Veränderungen und Herausforderungen mit sich. Neue Verantwortlichkeiten, die Vereinbarkeit von Familie, Partnerschaft und Beruf sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunftsfamilie können Fragen aufwerfen.

 

Die Psychotherapie bietet Raum, um persönliche Erfahrungen, Rollenbilder und Erwartungen offen und wertfrei zu reflektieren. Dabei geht es nicht darum, einem bestimmten Ideal von Männlichkeit oder Vaterschaft zu entsprechen, sondern einen eigenen, stimmigen Weg zu finden.

Lebenskrisen, Umbrüche und Neuorientierung

​Veränderungen gehören zum Leben, können aber auch Verunsicherung, Zweifel und Überforderung mit sich bringen. Berufliche Veränderungen, Trennungen, Verluste oder das Gefühl, im Leben festzustecken, können bisherige Vorstellungen und Sicherheiten infrage stellen.

 

In der Psychotherapie bietet sich Raum, die eigene Situation aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, persönliche Bedürfnisse und Werte zu reflektieren und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dabei geht es nicht immer darum, sofort Lösungen zu finden, sondern zunächst Orientierung und Klarheit zu gewinnen.

©2019 Michael Kastanek.

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